Kennzeichen:
etwa 1 m langes, gedrungenes Nagetier des nördlichen Eurasiens und Nordamerika mit Schwimmhäuten an kräftigen Hinterbeinen und breiten,
flachen, abgeflachten, nacktem Schwanz - auch 'Kelle' genannt; sein Fell hat feine, dichte Unterwolle und starke Grannen;
Lebensraum:
Flußauen und nicht zu steile Seeufer mit ausreichenden Beständen von Weichhölzern sind geeigneter Lebensraum für Biber.
Die Tiere leben in Familienverbänden, die sich in ihren jeweiligen Territorien aufhalten. Zentrum eines solchen Territoriums ist die
Biberburg, eine oft unübersehbare Ansammlung von Ästen, Zweigen und Stämmen, in der die Tiere ihre Ruheplätze haben.
Ernährung:
Biber sind Pflanzenfresser, die sich mit Vorliebe von weichen Trieben ernähren.
Schutz:
Etwa in der Mitte des letzten Jahrhunderts war der Biber in seinem gesamten europäischen Verbreitungsgebiet weitgehend
ausgerottet. Durch großangelegte Wiedereinbürgerungsversuche wurden weite Teile des Verbreitungsgebietes wieder besiedelt. Auch in
Mitteleuropa gelang es, den Biber in Österreich, der Schweiz und Bayern wieder anzusiedeln.
Dem Biber fehlen heute in Mitteleuropa große zusammenhängende, geeignete Lebensräume. Durch Einbürgerungen skandinavischer Biber wird
erfolgreich versucht, auch in Mitteleuropa wieder eigenständige Populationen zu erhalten.
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